Forum A6
 

Arm trotz Arbeit?

Dienstag, 02.10.2007

Die Mindestlohndebatte und die Diskussion um das „abgehängte Prekariat“ beeinflussen auch die Arbeitsmarktpolitik in Deutschland. Das Forum nahm die Armutsdebatte auf und klärte, wie sich Löhne und Struktur der abhängig Beschäftigten auf dem deutschen Arbeitsmarkt entwickeln. Dabei haben die Regelungen des SGB II zur Einkommensanrechnung entscheidenden Einfluss auf die Frage, wer in Deutschland hilfebedürftig ist (trotz Vollerwerbstätigkeit). Insbesondere Zielgruppen wie Jugendliche, Migranten und mehrfach benachteiligte Personen wurden genauer analysiert sowie bestehende Lösungsansätze und Instrumente kritisch beleuchtet.

Moderation:
 

Jürgen Spatz, Geschäftsführer Grundsicherung in der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit

Jahrgang 1960. Studium der Rechtswissenschaften - Volljurist. Eintritt 1990 als Nachwuchskraft des höheren Dienstes in das Landesarbeitsamt Bayern. Berufliche Stationen waren die Agenturen für Arbeit in Hof, Suhl, Schweinfurt als Abteilungsleiter der Arbeitsvermittlung sowie Direktor / Vorsitzender der Geschäftsführung in Tauberbischofsheim. Bis 2006 Vorsitzender der Geschäftsführung in Ravensburg – anschließend Wechsel in die aktuelle Funktion.

Referenten:
 

Dr. Ulrich Walwei, komms. Direktor und Professor im Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

Jahrgang 1958. Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität-Gesamthochschule Paderborn. Promotion zu rechtsökonomischen Fragen (Dr. rer. pol.). Seit 1988 im Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) tätig. Arbeitsschwerpunkte sind längerfristige Arbeitsmarkttrends, Politikanalysen und Institutionenökonomik. Veröffentlichungen u. a. zu folgenden Themen: Zukunft der Arbeit, Deregulierung des Arbeitsrechts, Niedriglohnsektor sowie Arbeitsmarktpolitik.

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Dr. Irene Becker, freiberufliche Wissenschaftlerin für empirische Verteilungsforschung

Studium der Volkswirtschaftslehre. Bis Ende 1999 als wissenschaftliche Mitarbeiterin von Prof. Dr. Richard Hauser an der J. W. Goethe-Universität Frankfurt a. M. beschäftigt – zunächst im Rahmen des Sonderforschungsbereichs 3 „Mikroanalytische Grundlagen der Gesellschaftspolitik“, später insbesondere in einem von der Hans-Böckler-Stiftung geförderten Projekt. Seit Anfang 2000 freiberuflich wissenschaftlich tätig. Arbeitsschwerpunkte sind empirische Analysen der Einkommensverteilung, der Einkommensumverteilung und der Vermögensverteilung sowie Fragen der sozialen Sicherung. Seit Beginn der Armuts- und Reichtumsberichterstattung der Bundesregierung mit verschiedenen Expertisen beschäftigt.

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Holger Schäfer, Institut der Deutschen Wirtschaft Köln

Jahrgang 1969. Diplom-Ökonom. Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Bremen. Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule Harz. Senior Researcher bei ProRegio Consult GmbH. Seit 2000 am Institut der deutschen Wirtschaft Köln, Arbeitsbereich Arbeitsmarktökonomie.

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Dr. Till Müller-Schoell, Wirtschafts- und Sozialforschungsinstitut der Hans-Böckler-Stiftung

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